Krypto-Steuern manuell zu berechnen funktioniert bis etwa 50 Transaktionen. Danach wird FIFO-Berechnung über mehrere Exchanges, Staking-Rewards und DeFi-Protokolle unmöglich. Wer das versucht hat, weiß: Software ist keine Option, sondern Notwendigkeit.
CoinTracking: Umfang vs. Komplexität
CoinTracking unterstützt über 110 Exchanges und 25.000 Coins. API-Import funktioniert für Binance, Kraken, Coinbase meist fehlerfrei. Probleme bei kleineren Exchanges und dezentralen Protokollen. Manuelle CSV-Bereinigung oft nötig.
Deutsche Steuerberichte nach aktuellem Recht, inklusive Haltefrist-Tracking und Freigrenze von 600 Euro. Pro-Version ab 11 Euro monatlich für 3.500 Trades – bei aktivem DeFi schnell erreicht.
Accointing und DeFi-Integration
Accointing erkennt Uniswap, Aave und Compound-Transaktionen automatisch. Klassifiziert Liquidity Mining und Yield Farming teilweise korrekt. Vollständig verlassen sollte man sich nicht darauf – Stichproben bleiben nötig. Kostenlos bis 25 Transaktionen, dann ab 99 Dollar jährlich.
Blockpit für DACH-Region
Blockpit optimiert auf deutsche, österreichische und Schweizer Steuergesetze. Versteht Besonderheiten wie Staking-Besteuerung zum Zufluss-Zeitpunkt. Integration mit österreichischen Steuererklärungen direkt möglich. Teurer: Ab 199 Euro jährlich, aber mit Steuerberater-Freigabe-Funktion.
Koinly als Mittelweg
Koinly bietet Balance zwischen Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit. NFT-Tracking eingebaut, DeFi-Protokolle erweitert sich laufend. Reports für Deutschland verfügbar, aber weniger detailliert als Blockpit. Ab 49 Dollar für 100 Transaktionen.
Realität: Keine Software schafft 100% Automatisierung bei komplexen DeFi-Positionen. Plan B: CSV-Export zur manuellen Kontrolle vor Steuereinreichung.