Buchhaltungssoftware verkauft sich über Einfachheit, scheitert aber an individuellen Geschäftsmodellen. Lexoffice funktioniert für klassische Dienstleister, versagt bei SaaS-Abos mit monatlichen Zahlungen. DATEV ist überdimensioniert für Ein-Personen-Unternehmen.
sevDesk: Wo es besser läuft als Lexoffice
sevDesk bietet detailliertere Anpassung von Rechnungsvorlagen und automatische Zahlungserinnerungen mit drei Eskalationsstufen. Wichtiger: Wiederkehrende Rechnungen mit variablen Beträgen lassen sich abbilden – bei Lexoffice nur mit Fixbeträgen möglich. API-Zugang ab Business-Tarif (17 Euro monatlich) erlaubt Automatisierung.
Banking-Integration funktioniert mit Kontist und Holvi direkt, andere Banken über FinAPI. OCR-Beleberkennung schwächer als bei Lexoffice, aber manuelles Editieren einfacher.
Billomat für Agenturen und Projekte
Billomat trennt sauber zwischen Projekten, Kostenstellen und Kunden. Zeiterfassung integriert, Abrechnung nach Aufwand ohne externe Tools. CSV-Import von Stundenzetteln möglich. 16 Euro monatlich für Basis, aber ohne Lohnbuchhaltung.
FastBill und Freiberufler-Spezifika
FastBill akzeptiert, dass Freiberufler oft mit Anzahlungen und Teilrechnungen arbeiten. Projektbasierte Abrechnung mit Retainern abbildbar. Automatischer Steuervorauszahlungs-Rechner spart Überraschungen beim Finanzamt. Nachteil: Keine E-Bilanz-Funktion für größere Unternehmen.
Debitoor/SumUp Invoices nach Übernahme
Debitoor wurde von SumUp übernommen, heißt jetzt SumUp Invoices. Grundfunktionen kostenlos, aber stark eingeschränkt. Gut für Nebengewerbe unter 17.500 Euro Jahresumsatz. Wer wächst, muss migrieren.
Die Wahl hängt an Geschäftsmodell und Wachstumsplänen. SaaS-Unternehmen brauchen API-Zugang, Agenturen Projektverwaltung, Einzelkämpfer vor allem Zuverlässigkeit.